Tipps gegen Muskelkater

Muskelkater

Viele kennen das Gefühl am Tag nach einem harten Training – den Muskelkater. Vor allem Trainingsneulinge haben unter ihm zu leiden. Häufig treten dann viele Fragen auf, die wir im Folgenden beantworten möchten.

Was ist Muskelkater?

Wenn man unter einem Muskelkater leidet, liegt dies daran, dass der durch das Training überlastete Muskel kleine Risse in den Muskelfasern besitzt. In diese feinen Risse dringt Wasser ein, wodurch sich kleine Oedeme bilden. Durch das Wasser, welches in die Muskelfaser eingedrungen ist, schwillt die Muskelfaser an und wird gedehnt. Durch diese Dehnung entsteht der Schmerz, welcher allgemein als Muskelkater bezeichnet wird. Dies ist jedoch nur der aktuelle Stand der Forschung, jedoch ist der Bereich noch nicht zu 100% erforscht.

Wann tritt Muskelkater auf?

Muskelkater entsteht zum einen durch eine Überlastung oder durch neue Bewegungen. Das ist auch der Grund, warum der Muskelkater meistens bei untrainierten Personen auftritt oder nach längerer Trainingspause. Auch falls die Sportart gewechselt wird tritt er häufig auf. Langzeitsportler, die denselben Sport betreiben, haben selten Muskelkater, da der Körper die Bewegungen und Belastung bereits gewohnt ist.

Was hilft gegen Muskelkater?

Ist der Muskelkater erstmal da gibt es nicht viel was ihn verschwinden lassen kann. Jedoch gibt es Tipps gegen Muskelkater, die ihn wenigstens mindern und die Regeneration beschleunigen können. Ein guter Tipp ist z.B. Wärme jeglicher Art. Diese kann in Form eines Saunabesuches, einer heißen/warmen Dusche, durch Wärmepflaster oder Wärmesalben erfolgen. Die Wärme sorgt dafür, dass der Schmerz weniger stark ist und sich der Muskel entspannt. Auch die Durchblutung wird gefördert, was ebenfalls vorteilhaft ist. Auch wenn einem mit Muskelkater nicht nach Sport oder Bewegung ist, kann diese jedoch die Abklingzeit verringern. Es sollte aber nur leichte Bewegung wie spazieren gehen oder langsames schwimmen durchgeführt werden. Neben warmen duschen ist auch Wechselduschen gut für die Bekämpfung von Muskelkater geeignet. Dies regt die Durchblutung an und fördert somit die Heilung.

Sollte man mit Muskelkater trainieren?

Die Antwort hierauf lautet Jein, es kommt darauf an. Zum einen darauf wie stark der Muskelkater ist und zum anderen darauf welche und wie viele Muskelpartien betroffen sind. Auf jeden Fall sollten die betroffenen Muskeln 48-72 Std regenerieren können. Hat man jedoch nur Muskelkater in den Beinen kann der Oberkörper trainiert werden und umgekehrt. Zudem ist leichte Bewegung, wie oben beschrieben, auch förderlich für die Regeneration. Somit sollte hartes Training an dem betroffenen Stellen auf jeden Fall vermieden werden, damit sich die Verletzungen im Muskel auskurieren können, andere Partien können jedoch trainiert werden und gegen einen Spaziergang ist auch nichts einzuwenden.

Ist eine Vorbeugung möglich?

Ist der Muskelkater erst mal da, kann man nicht mehr viel tun. Deshalb ist es wichtig im Vorhinein auf ein paar Dinge zu achten.
Zum einen sollte der Körper mit der richtigen Ernährung nach dem Training versorgt werden. Nach dem Training ist eine Mischung aus leicht verdaulichen Eiweißen und Kohlenhydraten am besten. Dazu gehört beispielsweise ein Magerquark mit hinein geschnibbelter Banane. Auch die regelmäßige Aufnahme von Magnesium ist wichtig. Es sorgt für eine bessere Versorgung der Muskeln und minimiert das Risiko für Muskelschäden. Enthalten ist dies vor allem in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten. Wer grad keine Zeit oder Lust darauf hat kann jedoch auch zu einer Magnesiumtablette greifen. Auch ein Glas Kirschsaft ist nach dem Training durch die enthaltenen Antioxidantien eine gute Vorbeugung gegen Muskelkater. Ein letzter wichtiger Tipp zur Vorbeugung von Muskelkater ist es, nach einer Sportpause oder bei Ausübung einer neuen Sportart, es mit dem Training langsam angehen zu lassen. So kann sich der Muskel nach und nach an die neue Anstrengung gewöhnen.

Ist Muskelkater gut?

Es gibt Menschen die leiden unter Muskelkater und andere, die traurig sind, wenn sie am Tag nach dem Training keinen haben. Diese nehmen häufig an, dass Muskelkater ein Indiz für ein besonders effizientes Workout ist und sie das Muskelwachstum besonders angeregt haben. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Wie oben beschrieben tritt Muskelkater häufig bei einer neuen Belastung auf. Trainiert man häufig kennt der Körper die Bewegung bereits und reagiert eher selten mit Muskelkater darauf. Deshalb ist Muskelkater nicht unbedingt etwas Gutes oder Schlechtes. Ein Training nach dem kein Muskelkater aufgetreten ist, ist genauso effektiv wie eins mit Muskelkater.

2 Antworten
  1. Hosting
    Hosting says:

    Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke gibt es beispielsweise spezielle Mischungen mit Fichtennadeln oder Rosmarin, die besonders gut bei Muskelkater und -verspannungen helfen sollen. Der Muskelkater sollte zwar nicht wegtrainiert werden, dennoch tut eine leichte Belastung den Muskeln gut.

    Antworten

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